Aus dem Vereinsleben

Kartoffelfest im September 2016


Die Kartoffelernte ist eingefahren, die Beete sind mit Gründüngung eingesät und die Gärten werden demnächst winterfest gemacht.

Also Grund genug, sich noch einmal zusammen zu setzen.

Bei schönster Herbstsonne ging es, wie der Name schon sagt, um Kartoffeln. So viele leckere Kartoffelgerichte standen auf dem Tisch, dass es schwierig war, alle zu probieren. Es gab Kartoffelauflauf in Sahnesauce, Backkartoffeln gefüllt mit Gehacktem, Kartoffelsuppe, frisch gebackene Kartoffelpuffer mit selbstgemachtem Apfelmus und natürlich Kartoffelsalat, um nur einige Kartoffelgerichte zu nennen.

Nach dem Kaffee trinken, natürlich auch mit selbstgebackenem Kuchen, konnten einige Kalorien wieder verbraucht werden.

Wir haben „Wikinger Schach“ gespielt. Die Aktiven wurden von den Zuschauern angefeuert. Sie bekamen Beifall für getroffene Holzklötze und Tipps, wie „knapp daneben ist auch vorbei!“ In besonders schwierigen Spielsituationen mussten die Spieler sogar mit „Zielwasser“ versorgt werden.

Es war ein richtig schöner Sonntag.






Fest der Nationen

Zum 65-jährigen Bestehen feierten wir das „Fest der Nationen“

Essen verbindet, baut Brücken, genau wie Musik und Sport. Und wer behauptet, viele Köche verderben den Brei, der irrt: Das haben die Mitglieder der Kleingartenanlage Vogelsang in Lemgo eindeutig unter Beweis gestellt! Bei der Vorbereitung des Festes zum 65-jährigen Bestehen kam dem Vorstand die Idee, daraus ein Fest der Nationen zu machen. Also wurden die Vereinsmitglieder gebeten, Spezialitäten aus ihrer Heimat mitzubringen.

Und das taten sie auch: Pünktlich um 13 Uhr waren alle im Gemeinschaftshaus der Kleingartenanlage erschienen - und jeder hatte etwas fürs Buffet mitgebracht. Vor jedem Gericht informierten kleine Schilder, wie es heißt und aus welcher Gegend es kommt. Rollkockel aus Orenburg zum Beispiel, Pelemini aus Russland, Kreppel aus Kasachstan und Hefeschnecken aus Kirgisien. Glasnudelsalat aus China, Bortsch-Suppe aus der Ukraine, Quarkspeise mit Pumpernickel aus dem Münsterland und Pickert aus Lippe.

Die Wahl fiel sehr schwer, alles wollte, alles musste probiert werden. Wie gut es allen gemundet hatte, zeigten die leeren Schüsseln und Teller: Nur ein paar Grillwürstchen waren am Ende übrig geblieben! Und in Gesprächen über die Herkunft der Rezepte erfuhr man dann auch noch die ein oder andere Lebensgeschichte.

Das nicht so gute Wetter konnte die Stimmung bei den 44 Erwachsenen und 11 Kindern übrigens nicht trüben. Und Raum ist bekanntlich in der kleinsten Hütte: Die Hüpfburg für die Kinder wurde kurzerhand unter dem Vordach aufgebaut – sie passte zentimetergenau dort hin! Selbst der ein oder andere Erwachsene nutzte die Gelegenheit und testete unter großem Beifall seine Sprungkraft

Gegen Abend wurde aufgeräumt - und satt, zufrieden und mit einem Gefühl der Verbundenheit gingen alle nach Hause.

Die Rezepte findet man übrigens hier.

Gudrun Koch

 

Obstbaumschnitt in der Kleingartenanlage Vogelsang

Vanessa Kowarsch weiß, wie man Bäume beschneidet. In einem zweitägigen Kursus zeigte die gelernte Obstbaumwartin jetzt auch Pächtern in der Kleingartenanlage Vogelsang, wie's geht. 6000 Obstsorten, so erfuhren sie, hat es früher gegeben - bis die Europäische Gemeinschaft 1974 so genannte Rodungsprämien für jeden Hochstamm-Obstbaum zahlte. Die Folge: Das große Roden begann, 60 bis 80 Prozent der Streuobstflächen wurden vernichtet. Heute gibt es in den Supermärkten beispielsweise nur noch 10 bis 15 Apfelsorten.

Aber vielleicht entwickelt sich gerade deswegen wieder das Bewusstsein für den großen Schatz der Sortenvielfalt. Dazu gehört dann auch, das vergessene Wissen um die richtige Pflege der Obstbäume wieder zu erlangen. Und genau das wollen auch die Teilnehmer der Kleingartenanlage, in der es viele verschiedene Obstbäume gibt, die erhalten und gepflegt werden sollen. Am ersten Kurstag ging es in der Theorie um Wuchsgesetze, Schnittzeitpunkt, Schnitttechniken, sinnvolles Werkzeug, Stammverlängerung, Saftwaage, eine ideale Vierastkrone, die Unterteilung in Jungbaum-, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt und vieles mehr.

Am zweiten Kurstag nahmen sich die Teilnehmer mit Vanessa Kowarsch einen Jungbaum und einen Altbaum vor, trichterten sich zunächst die Grundregeln ein: Leiter sichern, fester Stand, wenn möglich einen Werkzeuggürtel tragen, immer mit einer Hand festhalten – dann erst schneiden! Der junge Baum machte keine Probleme; Stammverlängerung, Saftwaage und die optimalen Abgangswinkel der Leitäste (das sind in der Regel vier Äste) waren ruckzuck erledigt.

Viel schwieriger war der alte Baum. Wer kennt es nicht: Da steht man vor dem Baum und nichts sieht so aus, wie in den Büchern oder auf der Zeichnung.

Mit Hilfe der Obstbaumwartin arbeiteten sich die Kursteilnehmer bei dem Baum von oben außen nach unten innen durch. Von der idealen Baumform (Vierast-Krone mit einer Stammverlängerung) waren nur noch die vier dicken Leitäste deutlich zu erkennen; dem Baum fehlte seine Spitze, sie war ihm im Laufe der Jahre wahrscheinlich aus Unkenntnis abgeschnitten worden.

Jeder Baum muss aber wissen, wo oben ist, also wurde eine neue Spitze bestimmt. Im oberen Bereich wurden größere Schnitte durchgeführt, um viel Luft und Sonne für die unteren Äste zu bekommen. Schließlich sollen hier die Äpfel reifen und nicht irgendwo oben, wo keiner dran kommt.

Noch ein paar Optimierungen an den Leitästen, dann war das Werk vollbracht.

Mittagspause, im Gemeinschaftshaus war für alle eine warme Suppe gekocht worden - gut gestärkt ging es in die zweite Tageshälfte.

In drei Kleingruppen aufgeteilt, gingen die Teilnehmer mit Vanessa von Baum zu Baum, besprachen die Schnittziele und legten los.

Eine Gruppe brachte einen 10-jährigen Apfelbaum in eine bessere Form, die zweite Gruppe ging mit Rosa Schiemann zu einem sehr alten Klarapfel in ihrem Garten, den sie erst vor ein paar Wochen vom Vorpächter übernommen hat. Sie kletterte in ihren Baum, die Gruppe gab vom sicheren Boden aus Anweisungen.

Natürlich im Fachjargon: „Den Ast anschneiden auf Blattknospe, den daneben musst du ableiten auf kurzes Fruchtholz, denk an den Entlastungschnitt beim Absägen auf Astkragen!“

Die dritte Gruppe knüpfte sich einen Baum mit vielen Wasserschossen vor. Wenn die alle weggeschnitten werden, bekommt man im nächsten Jahr noch mehr davon. Vanessas empfahl den Teilnehmern, einige Äste abzuschneiden, die anderen „unter die Waagerechte brechen“ und dann einkürzen, so könne man sie in Fruchtholz umwandeln. „Man muss so einen Baum erst mal in seinem Wuchs beruhigen, um ihn im Laufe von drei Jahren wieder in den Griff zu bekommen".

Am Ende des Kurses waren sich alle einig, „Das war eine richtig gute Aktion! Jetzt kann die Gartensaison beginnen!“ In den nächsten Tagen treffen sie sich wieder und geben den nächsten Bäumen ihren Schnitt.

Denn auch das hatten sie gelernt: „Ein professioneller Baumschnitt fördert die Gesundheit und Lebensdauer des Baumes und sichert regelmäßige und hochwertige Erträge!“

Lesen Sie hier den Artikel "Auf den Schnitt kommt es an" in der Lippischen Landeszeitung.

Eine Verjüngung geht durch unseren Schrebergarten

In diesem Frühjahr haben wir bereits 4 frei gewordene Gärten überwiegend an junge Leute vergeben können. Das  Durchschnittsalter in der Gartenanlage hat sich dadurch um fast 2 Jahre gesenkt und unser Spielplatz wird intensiver denn je genutzt. Peter Schöber, der jeden Freitag für das Sand Fegen zuständig ist, hat reichlich zu tun…

Wir haben übrigens 23 Kinder unter 12 Jahren in unserem Schrebergarten und in den nächsten Wochen kommen noch zwei Säuglinge dazu!!!

Hier nun einige Informationen zu unsere Neuen: oder Unsere Neuen stellen sich vor:

Sergej Plez

Mit 28 Jahren ist er unser jüngster Pächter. Er hat schon längere Zeit einen Garten gesucht und ihn auf unserer Internetseite gefunden. Er gefiel ihm so gut, dass er bei Anke Kugelmann anrief und sich ein paar Tage später in unserer Gartensprechstunde vorstellte.

Am 16.Mai 2015 (Himmelfahrt) bekommt er die Schlüssel für Garten Nr. 29 und legt sofort los! Gleich am nächsten Tag hat er den Plattenweg hochgenommen und neu verlegt, dabei war ihm sein kleiner Bruder eine große Hilfe.

Seine Schwester, sein Schwager und seine Freundin Janina haben auch mitgebuddelt. Die Kartoffeln sind in die Erde gekommen, ein Kräuterbeet ist angelegt und Tomaten sind eingepflanzt. Sie haben z.Zt. einen Sonnenschirm als Dach bekommen, denn Sergej weiß, dass Tomaten einen trockenen Kopf und nasse Füße mögen.

Beim Gartenhaus hat die Umgestaltung auch begonnen. Jeder richtet es ja nach seinen Vorstellungen ein. Außerdem bekommt es demnächst ein neues, etwas kleineres Vordach.

Sergej arbeitet in Lage bei Lagenser Fruchtsäfte. Wir wollen im Herbst unsere Äpfel sammeln, um sie dort versaften zu lassen, anschließend können wir für den Gartenverein den leckeren Apfelsaft vergünstigt einkaufen!

Wie auf dem Bild zu sehen, versteht er sich mit den Damen aus der Nachbarschaft auch schon sehr gut:


Müllers sind in Garten Nr. 49 eingezogen

Sie haben oft auf der Bank am Rentnerblick gesessen und sich den Garten angeguckt. An Katharinas Geburtstag, dem 14.Mai, ist es soweit. Sie, ihr Mann Alexander und Tochter Lauren betreten ihren Garten. Die 5 Jährige findet es sofort toll und fragt, ob sie schon was essen kann?

Das zweite Kind kommt Mitte Juli, das wird dann zunächst unser jüngstes Gartenmitglied!

Weil bis dahin alles soweit fertig sein sollte, hat die ganze Familie, d.h. Eltern und Geschwister, mit angepackt. Es ging zu, wie im Taubenschlag. Manchmal waren 6 Männer und 4 Frauen gleichzeitig bei der Arbeit. In den Pausen saßen alle um den Grill herum, haben sich gestärkt und die nächsten Arbeitsschritte besprochen.

Das Gartenhaus ist auf die zulässigen 24 qm zurückgebaut worden (Vordach entfernt). Im Haus wurde auf- und ausgeräumt, geputzt und neu gestrichen, draußen haben sie den kleinen Teich wegen der Kinder - Katharinas Schwägerin hat auch 2 - zugeschüttet.

Alexander hat einige Fuhren zur Maibolte gefahren. Insgesamt war der Garten in einer Rekordzeit von 3 Wochen bestellt und neues Beerenobst eingepflanzt.

Familie Jaros im "Garten 34"

Die Patchworkfamilie mit 4 Kindern richtet sich ab dem 2.5.2015 in Garten Nr. 34 ein.

Nina Jaros und Jane Höhne-Jaros mit Constantin (4 Jahre), Frederic (6 Jahre) er kommt im Sommer in die Schule, Alicia (10 Jahre) und Yannic (11 Jahre).

Constantin hat bereits eine Bekannte in der Kleingartenanlage: Sarah Elges (3 Jahre). Die beiden besuchen den gleichen Kindergarten. Sarah spielt und pflanzt seit 2014 mit ihren Eltern Antje und Jörg in Garten Nr. 16.

Jedes der 4 Kinder hat sein eigenes Beet und kann dieses individuell gestalten – dort wachsen seit Mai Radieschen, Sonnenblumen, Erbsen, ein bunter Mix aus Gemüse und Blumen.

Die Familie wohnt in einer Wohnung in Lemgo, wo sie weder Balkon noch Grünflächen haben. Sie genießen ihren Garten in vollen Zügen. Meistens kommen sie mit dem Bus, die Busfahrer kennen sie schon und wundern sich überhaupt nicht mehr, wenn sie mal wieder voll bepackt in den Garten unterwegs sind.

Als Erstes war es Ihnen wichtig, das Gartenhaus trocken zu legen. Eines der alten Regenfässer war undicht, so dass immer etwas Wasser in das Fundament gesickert ist. Dann wurden Regentonnen zwischen verschiedenen Gärten hin und her getauscht, so dass nun alle glücklich und zufrieden sind.

Sie planen eine Umgestaltung des Gartens für den Herbst. Der gerade Weg soll demnächst in einer schwungvollen Kurve verlaufen und das Gemüsebeet wird etwas vergrößert und zur Seite verlegt. Wir sind gespannt auf das neue Bild nächstes Jahr…

Garten Nr. 40  wurde vom Detlef und Anita übernommen

Die Enkeltochter Sarah, 24 Jahre, ist fast immer dabei, sie ist bei ihren Großeltern Detlef und Anita aufgewachsen.

Alle drei wohnen in Extertal-Asmissen. Da ihnen Lemgo gut gefällt und nicht allzu weit entfernt ist, wollten Sie auch hier einen Garten haben. Bei der Suche im Internet ist die Familie gleich auf unseren Verein gestoßen.

Bis August können sie nur Samstags kommen, da Detlef noch als Kraftfahrer arbeitet. Aber dann wollen sie den Garten in vollen Zügen genießen.

Die Gartengeräte sind aus dem Schrebergarten in Hameln nach Lemgo in den Vogelsang umgezogen. Die schicken neuen Gartenmöbel wurden allerdings extra für diesen Garten angeschafft.

Besonders über den Gartenteich freuen sie sich. Zwei der Fische haben bereits einen Namen bekommen, Otto und Ottoline.


Der Garten war bereits in einem sehr guten Zustand und sie konnten gleich mit der Bewirtschaftung loslegen:

Im Gewächshaus wachsen Tomaten und Gurken und draußen im Beet u.a. Bohnen, Kohlrabi und Porree. Leckere Erdbeeren waren schon da, sie werden direkt vom Feld gegessen. Der große Kirschenbaum gibt einen herrlichen Schattenplatz und so viele Kirschen, dass die auch eingefroren werden.

Detlef ist auf einem Bauernhof groß geworden und sagt von sich: "Ich bin Biobauer aus Überzeugung!“

Detlef und Anita sind sich darüber einig, dass sie hier nette Nachbarn haben – die ersten Kontakte waren bereits sehr positiv, sagen sie.


Der Verein heißt alle neuen Mitglieder herzlich willkommen!


Frühlingsfrühstück 2015

Am 2. Mai wurde in der Gartenanlage das erste große Frühlingsfrühstück gefeiert - mit großer Beteiligung!

Die Veranstaltung war ein gelungener Start in die Gartensaison.

 

 

Erntedankfest 2014

Am 05. Oktober 2014 fand in unserer Anlage erstmals ein Erntedankfest statt - in einem Kleingarten wird besonders deutlich, woher unsere Nahrungsmittel kommen und dass wir Grund haben, dafür zu danken.  Viele Gartenfreundinnen und Gartenfreunde haben sich beteiligt und auch Obst und Gemüse aus dem eigenen Anbau mitgebracht. Aufgebaut wurde ein "Altar" und als Überraschung kam Pastor Horstkotte aus der Kirchengemeinde Petershagen, um eine Andacht zu halten. In seiner gewohnten persönlichen Art hat er es verstanden, das Besondere der selbstgeernteten Früchte (im Gegensatz zu Fertigprodukten, von denen er exemplarisch eins mitgebracht hatte) zu betonen. Auch das Singen von zwei Liedern aus dem Gesangbuch gehörte zur Andacht dazu. Wie viel Mühe sich alle gegeben hatten, wurde auch an den phantasievollen Speisen deutlich, die zum Grill-Buffet mitgebracht wurden. Einige Vereinsmitglieder haben für die liebevolle Dekoration gesorgt. Insgesamt war das Erntedankfest eine gelungene Veranstaltung.

 

Gemeinschaftsaktion "Streichen"

Im Juni 2014 wurde eine besondere Aktion durchgeführt: Das Gemeinschaftshaus hatte einen neuen Anstrich nötig. Viele Gartenfreundinnen und Gartenfreunde haben mitgemacht, es wurde gewerkelt, Farben wurden gekauft, Fenster abgeklebt, Leitern aufgestellt.... und dann fand jemand, dass das Braun insgesamt zu trist sei. Also musste die Kassiererin das Portemonnaie zücken und neue Farbe zum Absetzten der Fensterläden wurde gekauft - orange. Nach dem ersten Probeanstrich waren sich alle einig: DAS SIEHT NICHT AUS! Also wurde neue Farbe gekauft, wieder musste die Kassiererin mitspielen, wieder gab es eine spontane Fahrt zum nächsten Baumarkt, diesmal hieß die Farbe "CREME-WEISS". Nun kann sich das Ergebnis sehen lassen! Übrigens: ganz nebenbei wurde die Bänke auch noch repariert und gestrichen. Durch die zahlreichen Helfer war an einem Samstag die ganze Arbeit geschafft - anschließend wurden Würstchen gegrillt, um das Werk gebührend zu feiern.